Wort der Pfarrerin

Das Kreuz

Liebe Gemeinde,

Es ist Passion geworden. In den Ereignissen der letzten Wochen haben viele von uns Ohnmacht, Leid und Trauer oder Ärgernis und große Sorge verspürt:

Die Debatte um den Karfreitag, der uns schließlich als Feiertag genommen wurde; der Flugzeugabsturz in Äthiopien mit vielen für diese Welt engagierten Menschen (darunter Ärzte und Mitglieder der UN-Umweltkonferenz, sowie Pfarrer Norman Tendis der Evang. Pfarrgemeinde St. Ruprecht, der vom Weltkirchenrat in Sachen Nachhaltigkeit nach Nairobi unterwegs war).

Das Leid und die Trauer der Familien und unserer Kirche sind groß. Dann war der Terroranschlag in Neuseeland … Böses und Schuld sind dort, wo sich Menschen zum Hass, zur Gewalt und zum Terror hinreißen lassen. Auch in unserer Gemeinde sind Menschen betroffen von Leid, und Trauer, von Versagen oder Schuld.

Jeder hat sein persönliches Kreuz zu tragen. Das Kreuz steht für alle Angst, Fassungslosigkeit und Entsetzen, für die Ohnmacht und das Dunkel, für Verlorenheit und Leiden, für den Schmerz und den Tod. Jesus hat alles durchlitten. Für uns, für die Menschheit, für die ganze Welt.

Das ist Karfreitag. Erst dann wird es Ostern!

Als Christen haben wir die Hoffnung und den Glauben durch die Auferstehung Jesu Christi. Wir dürfen glauben, dass Christus in den Dunkelheiten unseres Lebens und der Welt bei uns ist, mit uns hindurchgeht. Das Kreuz steht nicht mehr im Dunkel, sondern im österlichen Glanz und Licht.

Das tröstet uns, das hält und stärkt uns, es lässt uns aufstehen und im Sinne Jesu mutig weiterleben.

 

Eine besinnliche Passionszeit und frohe Ostern!

Ihre/eure Pfarrerin  Dagmar Wagner-Rauca

Seniorin Dagmar Wagner-Rauca

(Pfarrerin – Evangelische Kirche Unterhaus-Millstätter See)